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„Du verachteſt mich ſehr, wenn Du dieſen Ton annimmſt. 6
Honorine ſchwieg.
„Ja, ja, es iſt alſo zu Ende mit Deiner Ge⸗ duld, Deiner Sanftmuth— ich werde fortgewieſen, wie ein armer Hund, von dem man glaubt, es ver⸗ lohne ſich nicht mehr der Muͤhe, ihn zu dreſſiren.“
„Pfui, Sixten, wo haſt Du eine ſolche Bitter⸗ keit her— biſt Du es vielleicht, der ein Recht hat, bitter zu ſein?“
„Es iſt nicht Bitterkeit, ſondern Wahrheit. War ich jemals fuͤr Dich etwas Beſſeres, als Dein treuer Hund...“
„Aber, Sixten!“
. dem Du erlaubteſt, zu Deinen Fuͤßen zu liegen, dem Du mit milden Worten ſchmeichelteſt, als er Deinem Blick gehorchte und den Du mit freundli⸗ cher Sanftmuth ſchaltſt, als er Dir nicht gehorchte? Aber jetzt wird er nicht mehr geſcholten— er wird ver⸗ ſtoßen.“
„Mein armer Couſin, ſo uͤbel beurtheilſt Du un⸗ ſer Verhaͤltniß?“
Thue ich das?“
„Ja, das weiß Gott— ſtets warſt Du mir der theuerſte Bruder. Wenn ich auf alle Weiſe dem ein⸗ zigen Fehler entgegenzuarbeiten ſuchte, der den Werth Deines Charakters verdunkelt, ſo geſchah es nicht, um


