22
Als aber Honorine mit ihren Herren eintrat, wa⸗— w ren alle Gardinen ordentlich aufgezogen. Die Sonne V ſpielte freundlich durch die drei Fenſter und in jedem Ka⸗ ke binet ſtand ein ganz kleines Ruheſopha und ein geſtickter E Klappſtuhl, aber in dem mittelſten ſtand zwiſchen dem Sopha und dem Stuhle noch ein chineſiſches Meiſterſtuͤck di in Form eines Nähtiſches und auf dieſem lagen die Sti⸗ n ckereien, Buͤcher u. ſ. w. der Beſitzerin. zu
Es waren gleichwohl nicht dieſe vertraulichen Kabi⸗ in w nette— wo jedes Fenſter ſeine kleine Waſſerkunſt hatte, ſo
deren aus einem Moosbette aufſpringender Strahl wie⸗ E der auf die nette Orangerie hinunterfiel— wo die junge Frau ihre Gaͤſte einzutreten bat. Sie mußten ſich al
damit begnuͤgen, ſich in dem„Wintergarten“ niederzu⸗ ſetzen, deſſen Mitte von einem großen runden Tiſch ein⸗ 8 9 genommen ward, wo ſich Alles, was zu den Beduͤrfniſſen 4 des geſellſchaftlichen Lebens gehoͤrt, im Ueberfluß vor⸗ te fand. „Nun, meine Herren,“ ſagte Honorine, indem ſie ſp freundlich zum Niederſetzen noͤthigte,„muß ich Ihnen nochmals danken, daß Sie, ohne Ruͤckſicht auf den be⸗ng a zi ſchwerlichen Gebirgsweg, gekommen ſind, uns das Bn gnuͤgen Ihrer Geſellſchaft zu ſchenken.“ 28 „O,“ ſagte Dick, als er aus Philipps traͤgem Schwei⸗ 2 ke gen abnahm, daß dieſer nicht die Artigkeit zu beantwor⸗ F ten beabſichtigte, weshalb es ihm, Dick, zukam, es diesmal lo fuͤr ſie Beide zu thun,„o, es iſt gerade umgekehrt, denn


