Teil eines Werkes 
10.-12. Bd. (1850)
Entstehung
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auch der Oberſtlieutenant mit ſeinem Ordnungsſinn alle Stuͤhle zurecht ſtellte er liebte es, ſie wie Mumien an den Waͤnden hin ſtehen zu ſehen brachte den Effect zuwege, daß dieſe Wohnung ſtets feſtlich erſchien, wie⸗ wohl auf andere Weiſe, als zum Ball, denn obſchon Ho⸗ norinens Schoͤnheitsſinn Blumen uͤber Alles liebte, ſo machten dieſe gleichwohl nicht bloße Decorationen aus, ſon⸗ dern ſchienen zu thun, wozu ſie beſtimmt waren, durch ihre Schoͤnheit und ihren Duft zu erfreuen.

Der gewoͤhnliche Aufenthaltsort der Wirthin ein Giebelzimmer am Ende der Etage hatte ihr durch ſeine eigenthuͤmliche Bauart Gelegenheit gegeben, ein wenig Phantaſie des Geſchmacks zu entwickeln.

Dieſes Zimmer war nicht brillant, aber es war anmuthig es hatte den Anſtrich wohlthuender Friſche und innigen Friedens.

Drei nach außen hervorſpringende Vertiefungen die beiden Waͤnde bildeten einen Halbkreis machten eben ſo viele verſchiedene kleine Kabinette aus und wenn die Vorhaͤnge vor dieſen Vertiefungen, in welche die Fenſter eingefaßt waren, heruntergelaſſen wurden, ſo wa⸗ ren dieſe drei kleinen Kabinette von dem triangelfoͤrmigen Vorgemach geſchieden, welches dann mit ſeinem dunkeln Wintergarten, wo die Fluren des Suͤdens und des Nor⸗ dens einander umarmten, ganz verduͤſtert ward, ſo daß man unter den Bildwerken der antiken und modernen Kunſt blinde Kuh ſpielen konnte.