Teil eines Werkes 
10.-12. Bd. (1850)
Entstehung
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einem heftigen Gekreiſch in dem Schlafzimmer ihrer Tochter aufgeweckt ward.

Was der Tauſend iſt denn los? hat die Kleine vielleicht die Kolik bekommen? dachte die einmal auf Kolik verſeſſene Mutter. Und Eins, Zwei, Drei hatte ſie ſich in ein Koſtum geworfen, welches wir am beſten thun werden, nicht zu beſchreiben, ein Schwefelhoͤlzchen ergriffen und trat ſodann mit dem Licht in der Hand in den Corridor hinaus.

Aber man denke ſich ihr Entſetzen, als ſie eine maͤnnliche Stimme in Jolli's Zimmer hoͤrte und man denke ſich ihre Wuth denn Frau Walborg war ein wildes Weib als ſie, indem ſie die Thuͤr oͤffnete, kaum ihren Augen trauend, Baron Siyten erblickte, der allerhand Entſchuldigungen ſtammelnd, in dem Zimmer umhertappte und Jolli, welche ſchluchzend betheuerte, daß es hoͤchſt gemein ſei, auf dieſe Weiſe den Nacht⸗ wandler zu ſpielen!

Beruhige Dich, meine Tochter! ſagte Frau Wal⸗ borg und ihre Stimme glich dem unterirdiſchen Don⸗ ner, der einem Erdbeben voranzugehen pflegt.Gieb Dich zufrieden, armer, erſchreckter Krammetsvogel der

Baron wird uns Rede ſtehen.

Ja, ja, aber ich will verwuͤnſcht ſein, wenn ich etwas Schlimmeres gethan, als mich um eine Thuͤr verzaͤhlt habe. Es iſt das... es iſt das ſo leicht.. im Finſtern.