Teil eines Werkes 
10.-12. Bd. (1850)
Entstehung
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Von dieſem Augenblicke an legte ſich Nacht und Finſterniß uͤber Baron Sixtens Seele. Er hoͤrte Alles an, wie in einem Traume.

Honorinens Stimme verletzte ihn, ihr Laͤcheln war

ihm ein Stich durchs Herz und ihre ſchoͤnen Augen

ſchienen ihm von einem Feuer zu gluͤhen, welches ihm die Sehkraft raubte.

Endlich konnte er es nicht mehr ertragen.

Waͤhrend man noch am dritten Morgen uͤber daſſelbe Thema ſprach, verſchwand er und als man ſich zu Tiſche ſetzen wollte, lautete die Antwort auf die Frage nach dem Baron, daß er ſchon vor mehrern Stunden weggeritten ſei.

Er hat vielleicht Geſchaͤfte in der Nachbarſchaft.

Das iſt ſo ſeine gewohnte Hoͤflichkeit, uns nichts

ſagen zu laſſen, meinte der Oberſtlieutenant.Und

wegzureiten, gerade wenn er weiß, daß ich ihn ſo gut gebrauchen koͤnnte.. Aber ich kann noch ſo viel zu thun haben...

Honorine beſann ſich nun, daß er den ganzen Morgen ſehr wunderlich geweſen, den vergangenen Abend auch, ja ſchon ſeit mehrern Tagen. Auch ſogar Andere, außer Honorinen, hatten dies bemerkt, denn Frau Walborg, die ſonſt niemals ihre Meinung auszu⸗ ſprechen pflegte, ſagte jetzt:

Der Menſch hat etwas auf dem Herzen, das ſehe ich ihm an den Augen an.