Teil eines Werkes 
10.-12. Bd. (1850)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

10 Denn obſchon der Oberſtlieutenant bei dem klein⸗ ſten Zwiſte gegen ſeine Gattin uͤber ihren alten Liebha⸗

ber herzog, vermißte er dieſen doch, wenn er abreiſ'te und ſehnte ſich ordentlich nach ſeiner Zuruͤckkunft. Der

Oberſtlieutenant ſah wohl, daß er ruhig ſein konnte und.

Sirten ſah daſſelbe.

Honorine war ihrem Couſin innig gewogen et⸗ was Weiteres war es auf dieſer Seite nicht. Hono⸗ rine achtete und ehrte ihren Mann etwas Weiteres war es auf dieſer Seite auch nicht.

Es wird jetzt ausſehen, als ob wir ganz auf Ab⸗ wege gerathen und von der Erlaͤuterung zu der Ueber⸗ ſchrift dieſes Kapitels und dem Aufſchluß in Bezug auf den neuen Inſtinkt des Barons Siyten ganz abge⸗ kommen waͤren; aber man wird ſogleich ſehen, daß dies Alles auf das Genaueſte zuſammenhaͤngt.

Unſer freundlicher Baron, der ſonach weder die Freunde haßte, die von ſeinem Gelde lebten, noch die Frau, die ſich ſo ſchnell zu ſeiner Verlobten gemacht und dadurch ſeine Ausſichten bei der einzigen, die er liebte, zerſtoͤrt, noch ſogar den Mann, der ihn bei Honorinen verdraͤngt er haßte von ganzer Seele dieſen Einſied⸗ ler, haßte ihn, ohne zu wiſſen weshalb, blos weil er ahnte, daß dieſer ihm unbekannte Mann, ihm ein uner⸗ meßliches Unheil bereiten wuͤrde ein Unheil, fuͤr wel⸗ ches es kein Heilmittel, keinen Troſt gaͤbe, ein Unheil,

4