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haſt, daß Du ſie heirathen willſt, ſo mag es auch ge⸗ ſchehen— das arme Kind darf nicht zu einem Gegen⸗ ſtande des Gelaͤchters gemacht werden.“
Der wahre Hergang war folgender:
Das kleine Fraͤulein hatte ſchon laͤngſt ein Auge auf Baron Sirten und ſein Beſitzthum gehabt und des⸗ halb, als er bei der erwaͤhnten Gelegenheit— im dop⸗ pelten Rauſche des Punſches und ihrer kleinen Koket⸗ terien und waͤhrend die Muſik toͤnte und der Tanz um ſie herumwirbelte— ohne ſich weiter etwas dabei zu denken, zu ihr ſagte:„darf ich dieſe kleine Hand da be⸗ halten?“(er wußte ſelbſt nicht recht, der arme, junge Mann, wie ſie in dem dunkeln Kabinet in die ſeine ge⸗ kommen war) hatte das Fraͤulein ſofort verſchaͤmt aber entſchloſſen geantwortet:
„Ach, Baron Siyten, wenn ich im Stande bin, Sie gluͤcklich zu machen, ſo willige ich gern ein, Ihre Frau zu werden... aber nicht ohne den Willen meiner Eltern.“
Und ehe unſer Baron, vor deſſen Augen noch ein Nebel ſchwebte, ſehen konnte, wohin ſie eilte, war das kleine Fraͤulein ſchon wieder mit ihrem Vater zu⸗ ruͤck, zu dem ſie mit ſchuͤchterner Verwirrung ſagte: Beſter Papa, Baron Siyten erzeigt mir die Ehre,
um meine Hand anzuhalten, aber mir kommt es nicht zu, ihm hierauf zu antworten!“
Gluͤcklicher⸗ oder ungluͤcklicherweiſe fuͤr den Baron


