Teil eines Werkes 
4.-6. Bd. (1850)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

daß von war es vas ſich erſuchen, zu ver⸗

angſam. Verab⸗

des der nuen zu

Sie eine

int mir

th eines t haben

den ich eele ge⸗

iger

en Arzt.

Sie ſah endlich ein, daß ſie eine entſetzliche Unvorſich⸗ tigkeit begangen hatte.

Aber der Ernſt und die Ruhe auf Arnolds Ge⸗ ſicht ſagten ihr doch, daß auch ſie ruhig ſein koͤnnte.

Ueberdies hatte ſie in der That nicht Zeit, uͤber den Fehler nachzugruͤbeln, den ſie dadurch beging, daß ſie den beichten wollte, welchen ſie ſchon begangen hatte. Die Reue daruͤber kam aber mit der Zeit.

Hoͤren Sie mich, beſter Warvner, geben Sie ſich Muͤhe, mich zu begreifen, denn ich ſelbſt kann es zuweilen nicht.

Er gab ihr ein ſtummes Zeichen und ſie fuhr fort:

Erlauben Sie mir, eine Frage zu ſtellen... Glauben Sie, daß d gewiſſe Menſchen ſchon vor ihrer Geburt zu boͤſen Anlagen beſtimmt ſind, ooder ſind Sie der Meinung, daß dieſe Anlagen nur eine Entwickelung der Richtungen ſind, in welche man ſpaͤter kommt, und daß man ihnen entge genar beiten kann? Mit einem Wort: Sind wir in unſerer Willenskraft freie Weſen oder Maſchinen, deren Laufbahn zum Guten oder zum Boͤſen ſchon im Voraus vorgezeichnet iſt?

Niemals habe ich an der Freiheit unſers Willens gezweifelt. Daß derſelbe unſer vollkommenes Eigenthum iſt, laͤßt ſich guf mancherlei Weiſe wahrnehmen, dafern wir es nußwahrnehmen wollen. Was dagegen den

Ein Gerücht II. 15