Teil eines Werkes 
4.-6. Bd. (1850)
Entstehung
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walt auf eine Natur ausuͤben koͤnne, die ſo bedeutend ſowohl uͤber, als unter ihm ſteht. Aber ich ſage Dir, daß Dick mit ſeiner Ehrlichkeit und ſeiner Entſchieden⸗ heit auch ſeine Macht beſitzt. Ich weiß, daß ſie ſorg⸗ faͤltig ihr inneres Weſen vor ihm verbarg.

Nach dem, was ich abnehme, haſt Du alſo die Abſicht, vorzuſchlagen, daß die ganze traurige Angelegen⸗ heit bis auf weiteres ſiſtirt werde?

Ach, ich weiß nicht, was ich vorſchlagen oder wie mich benehmen ſoll! Sie iſt ſo kalt, ſo unzugaͤnglich, ſo ohne alles Mitleiden.

Darin haſt Du recht.

Ich bin uͤberzeugt, daß ſie mich ſowohl geſehen und gehoͤrt hat, wenn ich ſo oft in der Nacht auf dem kleinen Grasplatze unter ihrem Fenſter herumſchlich.

Wie Du biſt heimlich dort geweſen?

Lilia... Lilia, fuhr Philipp im Uebermaße ſei⸗

ner bittern Empfindungen fort,o Lilia, Du haſt mich gehoͤrt, als ich in Verzweiflung Deinen Namen rief!

Hinter Deiner herabgelaſſenensGardine haſt Du meine Thraͤnen, meine Qual, meinen Todeskampf geſehen. Du haſt meine gefalteten Haͤnde ſich nach Deinem Fen⸗ ſter emporſtrecken ſehen... aber Du haſt mir nicht

geantwortet Du verachteſt den armen Philipp zu

tief, als daß Du ihm ein Wort, eine einzige Sylbe des Mitleidens zuwerfen ſollteſt.

Waͤhrend Philipp mit ausdrucksvoller Stimme

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