Teil eines Werkes 
4.-6. Bd. (1850)
Entstehung
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Als ſie in dem Hauſe des Doctors ankam, war ſie wirklich von der Reiſe ſo angegeiffen, daß ſie fromm war, wie ein Lamm. Sobhald ſie ſich aber wieder er⸗ holt hatte und ſie merkte, daß der Doctor nach Hauſe gekommen war, begriff ſie nicht, was ſie hindern koͤnnte, ſofort mit ihm zu ſprechen.

Daher kam es, daß ſie zweimal an die Thuͤr pochte, und ſie wuͤrde herausgekommen ſein, wenn der Doctor ihren Ruf nicht beachtet haͤtte. Sie brauchte nicht zu warten, denn ſie hatte Geld im Beutel und konnte bezahlen... ſie war auch nicht gewohnt zu warten und noch viel weniger fuͤr Jemanden anders ge⸗ halten zu werden, als ſie war.

Waͤhrend die aͤrgerliche, alte Patientin dies Urtheil uͤber den jungen Doctor faͤllte, ſtand dieſer ſelbſt in der graͤßlichſten Verlegenheit vor der Thuͤr, welche ſein Pri⸗ vatzimmer von dem aͤußeren Saale trennte.

Er horchte mit geſpannten Sinnen, ſo daß ihm nicht der kleinſte Laut entgangen waͤre, aber er hoͤrte nicht das mindeſte.

Wenn er im Stande geweſen waͤre, zu reflectiren und an die Perſon zu denken, die er ſo eben verlaſſen, ſo wuͤrde er in einer noch groͤßeren Verlegenheit gewe⸗

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