Teil eines Werkes 
4.-6. Bd. (1850)
Entstehung
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Er dankte Gott, daß die Abenddaͤmmerung und der Schatten der großen Obſtbaͤume im Garten, das Zimmer in tiefes Dunkel huͤllte.

Wie ſehr bedurfte es auch dieſer Dunkelheit, als er die Thuͤr des geheimnißvollen Zimmers oͤffnete, den Kopf hineinſteckte und fluͤſterte:

„Ums Himmels willen, geehrte Frau, werden Sie nicht ungeduldig! Sobald als ich mich von ihm los⸗ machen kann, werde ich kommen.“

Und er zog die Thuͤr mit einer Schnell igkeit wie⸗ der zu, welche ihm nicht erlaubte, die Antwort der Pa⸗ tientin zu hoͤren.

Philipp hatte waͤhrend dieſes Augenblicks den Stuhl ans Fenſter geſchoben und Dicks Brief herausgezogen, den er ſich anſchickte, laut vorzuleſen.

Aber er hatte noch nicht angefangen, als Laſſe eintrat und meldete, daß ein Laufburſche mit einem hoͤchſt wichtigen Briefe angekommen ſei, den er in die eigenen Haͤnde des Doctors zu uͤbergeben beauftragt waͤre und uͤberdies haͤtte er auch noch etwas muͤndlich auszurichten.

„Sage ihm, er moͤchte den Mtief hergeben,“ ant⸗ wortete der Doctor gelaſſe.

Aber Laſſe kam bald darauf mit dem Beſcheide wieder, der Burſche habe geſagt, er muͤſſe durchaus mit dem Ooctor ſelbſt ſprechen.