Teil eines Werkes 
4.-6. Bd. (1850)
Entstehung
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„O Himmel, ich hoͤre die Schritte meines Ge⸗ mahls! Ich wollte Alexis einige Rathſchlaͤge von ſei⸗ ner— Muſe geben, denn wie ſtolz dieſe Muſe auch i*ſt, will ſie doch nicht ſchwach ſein... Aber ich lege die Feder nieder.

„Wenn der Tyrann naht, zittert Anima.“

„Dieſes Weib,“ ſagte Philipp und ſein Blut gluͤhete,„hat mich geſehen... moͤglich, daß es nicht blos der Dichter iſt, der ihrem Leben ſeine erſte Bedeu⸗ tung gegeben!“

Wohlbedaͤchtig ſetzte er dann hinzu:

„Ich will nicht weiter gehen— nicht deshalb, weil meine angebetete Lilia etwas zu befuͤrchten haͤtte, ſondern um dieſer vielleicht etwas unvorſichtigen, jun⸗ gen Frau ſelbſt willen.. Nein, ich ſchreibe nicht, das i*ſt feſt beſchloſſen. Es iſt dies eine moraliſche Pflicht — ich uͤbe ſie.“

Zwei lange Tage lang uͤbte Philipp ſeine mora⸗ liſche Pflicht ganz treulich.

Aber am dritten konnte er nicht laͤnger wider⸗ ſtehen.

Im Ganzen genommen war ja auch die Sache, wenn man ſie richtig ins Auge faßte, ganz unſchuldig, eine edle Zerſtreuung, die er nicht einer Frau mißgoͤn⸗