Teil eines Werkes 
4.-6. Bd. (1850)
Entstehung
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her erſucht ward, ihn nun, da kein Incognito mehr da war, in ſeiner eigentlichen Wohnung zu beſuchen, ſo⸗ bald ein Brief kaͤme.

Philipp war aber ſchon mehrmals ſowohl Wirth als Gaſt geweſen, bevor die Malmelin einmal ziemlich zeitig des Morgens, feſtlich mit Hut und Mantel beklei⸗ det— ſie war ja von guter Familie— kam, um ih⸗ ren erſten Beſuch abzuſtatten.

„Willkommen, meine verehrte Norne,“ ſagte Phi⸗ lipp heiter.„Bringen Sie mir einen Brief mit?“

Und ſie brachte einen Brief mit.

Aber dieſes Mal konnte Philipp ſeiner Begierde keine Feſſeln anlegen; er druͤckte die Malmelin in einen Lehnſtuhl nieder, ſetzte ihr den Ueberreſt ſeines Kaffee⸗ fruͤhſtuͤcks hin und eilte in das Nebenzimmer, wo er mit einer Ungeduld, welche Lilia nicht ſonderlich behagt haben wuͤrde, den Brief aufriß.

Eben als er dies gethan, kam Philipp wahrſchein⸗ lich auf denſelben Gedanken, denn er ließ den Brief ſchnell ſinken; gleich darauf aber hatte er ſich wieder vollkommen beruhigt, indem er ſagte:

„Ach was— es gilt ja blos dem Dichter l“

Der neue Brief lautete, wie folgt:

„Ich ſehe, daß Alexis in Bezug auf die Freun⸗ din, die ihm ihre Freundſchaft angeboten hat, ein we⸗