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ſo eingerichtet hatte, um fortwaͤhrend in dieſem Hauſe wohnen bleiben zu koͤnnen.
Unſere poetiſche Madame hatte auch, abgeſehen von dem Lohn fuͤr die Aufwartung, einen zweiten reellen Gewinn von Philipps Nachbarſchaft.
Wenn ſie des Morgens den Fußboden fegte, pflegte ſie gebeugt und ungefaͤhr in derſelben Stellung herum⸗ zugehen, wie man die armen Straßenkehrichtweiber ne⸗ ben den Rinnſteinen nach Knochen ſuchen ſieht. Ma⸗ dame Malmelin wußte aber ſchon, was fuͤr eine Art Knochen ſie ſuchte.
Hier lag hinter einem Stuhl ein zuſammengedreh⸗ ter Papierſtreifen, dort unter das Sopha war ein zwei⸗ ter gerathen und in dem Ofenwinkel lag ein dritter.
Wenn Philipp ſchrieb, riß er oft, was ihm nicht gefiel, entzwei und warf es in die Stube, aber Madame Malmelin wußte, wozu das zu gebrauchen war.
Und niemals, nicht einmal in den erſten Tagen ihrer bluͤhenden Dichterlaufbahn, waren ihre Kunden mit ihren Geiſtesprodukten ſo zufrieden geweſen, wie jetzt. Sie ward einſtimmig fuͤr ein wahres Wunder erklaͤrt, denn anſtatt ſich auszuſchreiben, lebte ſie wieder auf und ward funkelnagelneu.
Doch wir kehren wieder zu Philipp zuruͤck, der, nachdem er an Madame Malmelins Briefbureau ange⸗ pocht, ſie jetzt, mit einer halbgekitteten Porzellanvaſe in der Hand, kommen und oͤffnen ſah.


