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der ſie beinahe zu gleicher Zeit traf, war es der wißbe⸗ gierigen Frau gelungen, beider Talente zu erwerben und in ihrer eigenen Perſon zu vereinigen.
Nachdem ſie ſich in zwei außerordentlich gelunge⸗ nen Grabſchriften verſucht, von welchen die eine den Kummer einer Gattin, die andere den einer Tochter ausſprach, welche Probeſtuͤcken ſtets zur Einſicht vorla⸗ gen, miethete ſie ſich die erwaͤhnte Dachſtube und an⸗ noncirte ſich als eine Perſon, welche alle Arten zerbro⸗ chener Porzellanfiguren wieder zuſammenkittete und da⸗ neben Beſtellungen auf gemalte und geſchriebene Briefe und Verſe, ſowohl launigen als ernſten Inhalts,„Alles zu den billigſten Preiſen“ annahm, welches Handwerk ſie nun ſchon ſeit geraumer Zeit betrieb.
Man wird nun leicht begreifen, welche Sympa⸗ thien zwiſchen der Dichterin Johanna Malmelin und dem Poeten Philipp ſtattfinden mußten, welche das Schickſal zu Nachbarn gemacht hatte.
Die wuͤrdige Frau hatte ſich herabgelaſſen, die Aufwartung bei einigen Herren im Hauſe zu uͤberneh⸗ men und da Philipp einer derſelben war, ſo ward die Bekanntſchaft bald gemacht und binnen Kurzem ſo feſt geknuͤpft, daß Madame Malmelin nicht genug beklagen konnte, daß der junge Herr ſeine Angelegenheiten nicht


