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Briefen anvertraut wurden, in richtiger Ordnung zu⸗ ſammenfaſſen.
Ferner konnte ſie die letztwilligen Verfuͤgungen ihrer Geſellſchafterinnen aufſetzen— zum Beiſpiel: Madame Runſtroͤm ſoll das graue Tuch bekommen... Anna Lena die ſchwarzen Struͤmpfe u. ſ. w.— eben ſo wie die Rathſchlaͤge und Ermahnungen, die ſie auf dem Sterbebett ihren Joͤchtern hinterließen. Ja, noch mehr: An einem ſchoͤnen Tage uͤberraſchte ſie ſich ſelbſt durch das unerwartete Talent, den Abſchied einer ſter⸗ benden Mutter in Verſe zu bringen.
Nach dieſer Leiſtung war ihr Ruf feſt begruͤndet— ſie ward regierende Koͤnigin im Armenhaus und ihre Tochter, die praͤſumtive Erbin der Eigenſchaften einer ſolchen Mutter, trug noch mehr zur Erhoͤhung ihres Rufs dadurch bei, daß ſie ihre Mutter als Dichterin zu den Briefen recommandirte, welche ſie ſelbſt malte.
Selbſt nach Johanna's Verheirathung mit dem beruͤhmten Porzellankitter, der auf ſeine Weiſe nicht weniger Kuͤnſtler war, blieb das Compagniegeſchaͤft zwi⸗ ſchen Mutter und Tochter beſtehen.
Und die erſtere unterrichtete die letztere mit ſo be⸗ harrlichem Fleiße in allen ihren Kunſtgriffen, ihren fei⸗ nen Wendungen, ihren ruͤhrenden Wendungen, daß Johanna nach Jahr und Tag ſelbſt Verſe machen konnte.
Bei dem Tode ihres Mannes und ihrer Mutter,


