Teil eines Werkes 
1.-3. Bd. (1850)
Entstehung
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Doctor Warvners Antwort: Meine beſte Frau Thurné!

Niemals habe ich einen einzigen Augenblick be⸗ zweifelt, daß ich die Zielſcheibe eines kleinen Gaukel⸗ ſpiels geweſen, aber eben ſo feſt bin ich auch uͤberzeugt daß demſelben keine boͤſe Abſicht zu Grunde lag.

Von irgend einer Verzeihung meinerſeits kann durchaus keine Rede ſein, denn es iſt das alte Privile⸗ gium der Frauen, ihre kleine Reizbarkeit erſt an dem Ehemann und dann an der Geduld des Freundes zu erproben.

Kuͤnftig werde ich eben ſo, wie zeither, das Ver⸗ gnuͤgen haben, ſo oft meine Geſchaͤfte es erlauben, in dem traulichen Ribyhus einzuſprechen.

Mit Hochachtung und Freundſchaft

Frau Thurné's ergebener Diener Arnold Warvner.

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Nach dieſem Briefwechſel dauerte es inzwiſchen doch vier Tage, bevor der Doctor kam, um ſeine Be⸗ ſuche zu erneuen.

Als er eintrat, lag Lilia bleich und niedergeſchla⸗ gen auf dem Sopha.

Sobald als ſie Arnold erblickte, ſtreckte ſie ihm ganz ungekuͤnſtelt die Hand entgegen, wendete ſich aber