Teil eines Werkes 
1.-3. Bd. (1850)
Entstehung
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rweiſe a Ge⸗ aatuͤr⸗ delcher at, ſo

meine ſchkeit

fort⸗

Gau⸗ was

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Ja, es iſt wahr, ich kann meinen Fehler erkennen und inſtaͤndig um Verzeihung bitten. Dieſe Demuͤthi⸗ gung ſehe ich fuͤr nicht mehr als gerecht an und ich din ſchon allzugluͤcklich, wenn ich den Doctor uͤberzeugen kann, daß dieſer ganze Unſinn, den ich geſtern ſchwatzte, nicht in einem Mangel an Achtung, ſondern in gedan⸗ kenloſem Unverſtand ſeinen Grund hatte.

Wer mich gruͤndlich kennt, wuͤrde uͤber mein Be⸗ nehmen blos gelacht haben, aber der Herr Doctor, der mich erſt ſeit ſechs Monaten kennt und dazu waͤhrend einer Zeit, wo ich gluͤcklich war, kann meinen Charak⸗ ter unter andern Umſtaͤnden nicht beurtheilen.

Ich arme Thoͤrin!

Ich weiß nicht, warum ich nicht in des Doctors Beiſein daſſelbe thun konnte, was ich vorher und nach⸗ her gethan habe, naͤmlich weinen. Ja und deshalb fahre ich fort zu weinen, daß Philipp trotz des Gluͤckes, welches er zu empfinden vorgiebt, gleichwohl mich ver⸗ laſſen hat.

Noch einmal, nehmen Sie meine Entſchuldigung an und ſtrafen Sie mich um Philipps willen, nicht dadurch, daß Sie lange wegbleiben; vergeſſen Sie wo⸗ moͤglich auf ewig dieſen unwuͤrdigen Scherz der

kindiſchen und reuevollen Lilig.