15. Briefwechſel.
Am Morgen darauf erhielt der Doctor folgenden Brief:
„Mein guter Doctor Warvner!
„Ich habe bisweilen die ſchlimme— moͤglicherweiſe unedle Gewohnheit zum Verbergen der wirklichen Ge⸗ fuͤhle oder Schmerzen meines Herzens, eine unnatuͤr⸗ liche 3 empoͤrende Heiterkeit zu heucheln, und welcher bizarre Einfall mir dann auch in den Kopf kommt, ſo bin ich im Stande, ihn auszuſprechen.
„Ach, mein Gott, ich weiß wohl, daß ich fuͤr meine zwanzig Jahre noch eine unverzeihliche Kindiſchkeit beſitze.
„Aber wie ſoll man es anfangen, wenn man fort⸗ waͤhrend verzaͤrtelt wird?
„Ich weine heute uͤber meine unverzeihliche Gau⸗ kelei, meine wirkliche Thorheit von geſtern— was kann ich mehr thun?


