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„Dann bin ich es, welche Dich flieht, denn ich bin eiferſuͤchtig— ich mag mit Niemandem theilen!“
Waͤhrend ſie noch ſprach, nahten ſich ihre weichen, warmen Lippen denen ihres Gatten.
Es war dieſer Sirene leicht, dem armen Poeten den Kopf zu verwirren.
Er verſprach Alles, ohne am folgenden Morgen ſich noch einer einzigen ſeiner Verſprechungen zu ent⸗ ſinnen.
Er beſaß blos eine Erinnerung— die, daß er aus dem ungluͤcklichſten aller Menſchen der gluͤcklichſte geworden war.
Inzwiſchen fiel es ihm nicht ein, ſein Gluͤck durch Verlaͤngerung deſſelben zu verſuchen.
Zur beſtimmten Zeit verließ er Ribyhus. So⸗ gar dieſer Wechſel diente zur Erhoͤhung der Gluͤckſelig⸗ keit— einer Gluͤckſeligkeit, die durch keine Ahnung der Umſtaͤnde verduͤſtert ward, unter welchen dieſes Chepaar ſich wiederſehen ſollte.


