Teil eines Werkes 
1.-3. Bd. (1850)
Entstehung
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197

Nun, daß Du die halbe Woche en grand seigneur lebſt, Fruͤhſtuͤcke und Diners giebſt, die Theater und Soupers beſuchſt und bisweilen eine Junggeſellen⸗ geſellſchaft bei Dir haſt, welche bis zum andern Mor⸗ gen dauert kurz, Du amuͤſirſt Dich wie ein Che⸗ mann, der einer langweiligen Frau und einer langwei⸗ ligen Heimath entſchluͤpft iſt.

Haſt Du etwas dagegen, daß ich ſo lebe, wie un⸗ ſere Mittel es erlauben?

Ach nein, ich ſaͤhe es ſogar lieber, wenn Du die ganze Woche ſo lebteſt, anſtatt daß Du die andere Haͤlfte wie Philipp Thurné lebſt, bevor derſelbe ein reicher Mann ward.

Verzeihe, antwortete er, von dieſem Mangel an Zartgefuͤhl tief verletzt,aber Philipp Thurné war, bevor er der Geſchaͤftsfuͤhrer ſeiner Frau ward, ein ſo gluͤcklicher und ſorgenfreier Mann, daß es dem Fabrik⸗ dirigenten verziehen werden muß, wenn er einmal zu den Tagen des Poeten zuruͤckzukehren wuͤnſcht, Lilia.

Aha, ſagte Lilia nachlaͤſſigder Fabrikdiri⸗ gent iſt alſo neidiſch auf das Gluͤck des Poeten?

Ja, ſehr neidiſch.

Bei Gott, das iſt etwas, was die Leute hoͤren muͤßten, um es glauben zu koͤnnen!

Es iſt genug, daß Du es hoͤrſt.

Ha! Vorwuͤrfe, mein Herr?

Gewiß nicht, liebe Frau! Ich habe aufgehoͤrt,