Teil eines Werkes 
1.-3. Bd. (1850)
Entstehung
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Erſt ward ſie roth, roͤther als die tiefſte Schatti⸗ rung der Cactusbluͤthe, und dann ward ſie bleich wie eine Leiche.

Sie ließ den Shawl fallen und ſah ihren Mann unverzandt an..

Wie Du ſagſt mir Du wagſt, beinahe offen darauf hinzudeuten, daß Du Dich von Deiner geſchworenen Treue freiſprichſt? 3

Meine beſte Freundin, Du weißt ja, daß der Satan ein Engel war, bevor er fiel. Aus dieſem Um⸗ ſtande ziehe ich den einfachen Schluß, daß Niemand auf die Unbeſtechlichkeit ſeiner Tugend ſchwoͤren darf.

Philipp, Philipp, huͤee Dich Du weißt nicht, was Du auf's Spiel ſetzeſt, wenn Du ſo redeſt... hoͤre wohl, ich habe ſchon Verdacht gehabt...«

Nein, wirklich?

In dieſem ernſten Augenblicke, und Lilia ſprach jetzt wirklich ernſtdarf ich Dir nicht ver⸗ bergen, daß ich in Bezug auf Dein Leben in Stock⸗ holm nicht ganz ununterrichtet bin.

Was? fragte Philipp, der nun ſeinerſeits erroͤ⸗ theteDu haſt mich alſo durch Spione belauſchen laſſen?

Ich habe mich blos von Deiner Lebensweiſe un⸗ terrichten laſſen. Dieſes Recht hatte ich.

Daran kann ich Dich nicht hindern aber was erzaͤhlt denn die Klatſchchronik?