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um Verleger von den Schoͤnheiten der Verſe unbemit⸗ telter Dichter zu uͤberzeugen.
Waͤhrend er in dem Dachſtuͤbchen wohnte, holte er ſich ſein Mittagseſſen fuͤr zwoͤlf Schillinge aus der naͤchſten Reſtauration und nahm alle wechſelnde Ma⸗ nieren eines armen, noch unbekannten Schriftſtellers, der zuweilen durch irgend einen unvermutheten Zuſchuß erfreut wird, ſo genau an, daß die freundliche Madame, die in demſelben Haus wohnte und ihm aufwartete, voll und feſt glaubte, er ſei wirklich ſo huͤlflos, als er
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ſich zeigte. Und es koſtete der ehrlichen Seele— deren
Bekanntſchaft wir bald zu machen uns freuen— nicht wenig Muͤhe, bei dem Kaffeekochen und Eſſenholen ſich
mit den Ueberbleibſeln auch noch gute Tage zu machen.
Aber hierzu verlohnte es ſich nicht der Muͤhe, Nein zu ſagen, denn der eben ſo freundliche Poet theilte ſich ſo gern mit. Und waͤhrend und nach dieſen klei⸗ nen Zwiſten fand zwiſchen Madame Malmelin und dem Poeten manches treffliche Geſpraͤch ſtatt, welches den letztern ungemein amuͤſirte.
Nach der Auseinanderſetzung dieſer Einzelnheiten wird man Philipps Sehnſucht beſſer verſtehen; eine
Sehnſucht, welche der Leidenſchaft, die er fuͤr ſeine Frau hegte, nicht widerſtritt, denn gerade in der Ein⸗ ſamkeit des Dachſtuͤbchens verehrte er ſie am hoͤchſten.
In der Ferne verlor ſie viele der Zuͤge, welche da⸗ heim ihr Bild verdunkelten.
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