Teil eines Werkes 
1.-3. Bd. (1850)
Entstehung
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tiger Narr geweſen, als daß man ſage: Dieſer wuͤrdige Sohn betrat treu und mit derſelben gewiſſenhaften Red⸗ lichkeit die muͤhe- aber ehrenvolle Bahn, welche ſein ſe⸗ liger Vater vor ihm wandelte..... Der Himmel be⸗ wahre mich vor einer ſo großen Tugend; ſie fuͤhrt ihre eigene Strafe mit ſich und kann man ſich eine groͤßere denken, als die, womit mein Papa ſo fruͤhzeitig ſeine Leichenpredigt bezahlen mußte— in voller, bluͤhender Jugendkraft, nachdem man eben erſt ſo weit gekom⸗ men, die Grammatik und die ganze Schulliteratur in den Schrank ſchließen zu koͤnnen, wieder darnach zu greifen, um mit dem Anfange anzufangen, nicht ein Mal, ſondern tauſend Mal, und zwar, um das zaͤhe Brot eines Rectors oder endlich eines Lectors zu eſſen!“

„Dein Vater,“ antwortete einmal die Lectorin Thurné,„dachte ganz anders uͤber ſeinen Beruf und ſeine Pflichten gegen den Staat.“

„Das kommt daher, Mama, daß er, wie ich ſchon ſagte, die perſonificirte Tugend war. Ich dagegen habe den Fehler, weder tugendhaft noch boͤs zu ſein. Ich verlange nicht darnach, ein Pfeiler fuͤr den Staat zu werden, aber ich fordere auch nicht, daß dieſer meine Stuͤtze werde. Muͤſſen wir etwas mit einander beſor⸗ gen oder pflegen... nun warum nicht... aber ich kann das ewige Reden von Pflichten gegen die buͤrgerliche Geſellſchaft nicht leiden— es moͤge doch ein Jeder die Pflicht gegen ſich ſelbſt zu erfuͤllen ſuchen und dieſe