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ward durch den Schritt, den ſeine Gattin gethan, in dem allgemeinen Urtheil geſchmaͤlert.
Sie konnte nicht gut Unrecht haben.
Aber im Fall nun ſchon Alles verloren war, wo⸗ her ruͤhrte dann jene angſtvolle Abwechſelung, die auch auf Hoffnung deutete?
Es waren jetzt ungefaͤhr ſechs Wochen, ſeitdem er aus der Hauptſtadt zuruͤckgekehrt war, wo verſchie⸗ dene Umſtaͤnde ihn mehr als das Doppelte dieſer Zeit zuruͤckgehalten hatten und in demſelben Augenblick, wo er aus dem Wagen ſprang, kam ihm die unerwartete Nachricht entgegen, daß ſeine Gattin ſchon vor einem Monat verreiſ't ſei, um einige Verwandte in Holland zu beſuchen.
Von dieſen Verwandten war niemals zuvor auch nur die Rede geweſen.
Doch es iſt hier nicht der Ort, von dem Erſtau⸗ nen des jungen Ehemannes uͤber die Flucht ſeiner Gat⸗ tin oder von dem Briefe zu ſprechen, in dem ſie auf Scheidung drang und welchen er kurz nach ſeiner Zu⸗ ruͤckkunft erhielt.
Genug— es waren ſechzehn Stunden, ſeitdem Philipp Thurné nach unzaͤhligen mißgluͤckten Verſuchen endlich den dermaligen Aufenthaltsort ſeiner Gattin— ihm weit naͤher als er geglaubt— entdeckt hatte— und endlich waren es nicht mehr als ſechs Stunden, ſeit⸗
dem ſein vertrauter Freund, Doctor Arnold Warvner,


