Teil eines Werkes 
1.-4. Theil (1844)
Entstehung
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ſer Gemüthsbewegung, über ſeine Lippen gegangen wäre! Was hatte er nicht durch ſeine Unvorſichtigkeit verloren! Iſabelle ſchien nicht mehr dieſelbe für ihn zu ſeyn.

Aber Richard wollte ihr wenigſtens zeigen, was er über ſich vermochte. Er unterdrückte den Sturm ſeiner Gefühle, brachte Ruhe auf ſeine Stirne und Lächeln in den Blick.Habe ich Dich durch mein prophetiſches Weſen erzürnt, beſte Iſabelle? Es war auch ſehr ein⸗ fältig von mir; denn die Züge des Grafen würden mir ebenſo angenehm geweſen ſeyn, als die jedes andern.

Es waren nicht ſeine! antwortete Iſabelle ernſt.

Dann wage ich Dich nicht um die Erneuerung Dei⸗ nes Verſprechens zu bitten jetzt möchte ich denn doch neugierig darauf werden.

Ohne ein Wort weiter zu ſagen, zog Iſabelle das

Papier zu ſich her; und während ſie ihre Skizze vollendete, die Richard nicht ſehen konnte, weil ſie einen Leuchter mit einem Schirme davor geſtellt hatte, bemerkte er, daß ihre Blicke mit einem unerklärlichen Ausdrucke auf dem Papiere ruhten. Als das Bild fertig war, legte ſie es mit einem halben Seufzer zuſammen.

Noch nicht, ſagte ſie:Du ſollſt Dich erſt beſinnen. Ueberdieß fordre ich das Verſprechen von Dir, niemals Jemanden zu ſagen, welche Züge Du geſehen haſt!

Ich verſpreche es gib es jetzt her!.

Micht ſo eilig! Ich höre die Mama; und Du haſt nicht Selbſtbeherrſchung genug, um es in Jemandes Ge⸗ genwart zu öffnen, ohne Dich zu verrathen. Da iſt das Papier! verbirg es; aber erinnere Dich, daß Du es nicht eher ſehen darfſt, als bis Du allein biſt! Richard riß das Papier haſtig zu ſich. Iſabellens Worte warfen einen Ocean neuer Empfindungen in ſeine Seele.Du haſt nicht Selbſtbeherrſchung genug, um es in Jemandes Ge⸗ genwart zu oͤffnen, ohne Dich zu verrathen! O Gott, was ſolite das bedeuten? Er dachte an die ſanfte myſtiſche

Berüh ber ne Heftig. nicht rer zu Iſabel beſitze, beinah verlaſſ merrät Pünkt Nach ſten ü wenigf merkur

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