Teil eines Werkes 
1.-4. Theil (1844)
Entstehung
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rium ein Recht hat, die Zerſtörung der Gruft zuzugeben, auch wenn ſie nicht eingelöst wird.

Es freut mich, Dich ſo ſprechen zu hören, Richard, denn ich kenne nichts Erbärmlicheres als ein Prahlen mit geſtorbenen Perſonen; und ich kann nur lachen, wenn ich an Papas neue Requiſition alter Ahnen in Zöpfen und Puder denke. Die ganze würdige Verſammlung kommt mir wahrhaftig vor, wie unſre jungen Schauſpieler an der Oper, wenn ſie ſich unter jener alten ſteifen Würde krümmen: ſie beſteht ja nur in der Tracht; und ſo iſt denn es auch mit Papas Bildern, die er aber mit der tiefſten Bewunderung betrachten kann. Und wenn ſie nur wenigſtens ſo ächt wären als die Reliquien aus der Zeit und Vorzeit des Großvaters aber ihre ganze Aechtheit liegt eigentlich in Papas Verſicherung, daß ſie es ſeyen.

Das iſt die große Schwachheit des Onkels, ſagte Richard;und obſchon ſie gewiß nicht ohne eine kleine Lächerlichkeit iſt, ſo kann ich ſie doch nicht belachen, da ich ſehe, daß ſie ihn ſo innig glücklich macht. Ich weiß nicht wie es geſchieht, aber es ergreift mich dabei eher ein unbeſtimmtes Gefühl, das der Wehmuth gleicht. Ich denke mich einige Jahre weiter voran. Ich ſehe ihn wieder in der Bildergallerie ſtehen und vor einer neuen Generation. Weſſen Namen werden dann ſeine ſtolzen Lippen neben Klas Malchus ausſprechen? Wie heißt der Herr mit dem Ordensband, deſſen Konterfei an der Seite der ſchönen Dame,dem Stolz der Familie, erſcheint, wie der Onkel ohne Zweifel ſagt, wenn er auf die Züge weist, die uns doch Iſabellen nie wiedergeben können?

Richards Lippen zitterten leicht, als er die letzten Worte ausſprach, und vergebens war ſein Bemühen, ihnen einen Anſtrich von Scherz zu geben.

Ich weiß nicht, wie Du auf dieſen Uebergang kommſt, ſagte Iſabelle, und betrachtete ihren Vetter mit einem

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