Teil eines Werkes 
1.-4. Theil (1844)
Entstehung
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im Kirchhofe beigeſetzt würden; denn der Chor, der an einer Seite der Kirche liegt, ſoll zur Sakriſtei eingerichtet werden, deren die Kirche um ſo mehr bedarf, als gar keine ſolche vorhanden iſt. Nun iſt Papas Meinung, ich ſolle unverzüglich an Ort und Stelle reiſen und die Sache ins Reine bringen, da ſo etwas am beſten münd⸗ lich geſchieht. Einer Seits iſt es hart, daß man die vermoderten Glieder ſeiner Ahnen nicht in Frieden ruhen laſſen ſoll; anderer Seits iſt es ebenſo hart, für Per⸗ ſonen, die vor Jahrhunderten gelebt haben, mehr auf⸗ opfern zu ſollen, als das Wenige beträgt, deſſen ſich ihre Nachkömmlinge als Eigenthum rühmen können, ja weit mehr, denn die Einlöſungsſumme für den Chor iſt un⸗ geheuer.

Und Du mußt nothwendig dahin reiſen, Richard? es kommt mir doch etwas ſeltſam vor, daß man ſo etwas ernſtlich in Erwägung ziehen kann. Sollte denn der Onkel bei ſeinen wenigſtens nicht allzu brillanten Umſtänden die eigenen lebendigen Kinder darunter leiden laſſen wol⸗ len, damit dieſe hochadeligen Särge ein Jahrhundert lang in ungeſtörter Ruhe ſtehen dürfen? In Wahrheit, Richard, ich meine, Du ſollteſt das nicht zugeben.

Du irrſt Dich, Iſabelle, wenn Du glaubſt, daß ich den Wunſch habe die Gruft einzulöſen, weil einige Gra⸗ fen, Ritter und Freiherrn, die ſich zufällig in das ein⸗ fache adelige Geſchlecht verirrten, dort ihre Stelle haben. Nein, es kann ſich gewiß niemand weniger als ich etwas auf die Hoheit und Ehre ſeiner Vorfahren zu Gute thun wollen; aber ich geſtehe, daß ich einen tiefen Abſcheu davor habe, wenn die Ruhe der Todten geſtört wird. Vor dem Gedanken, daß die Leute nun in den vermoder⸗ ten Gebeinen herumwühlen und ſie unter einander in die Erde werfen ſollten, ſträubt ſich mein Gemüth. Deßhalb will ich jetzt hinreiſen und hören wie die Sachen ſtehen. Ich bin noch nicht ſo ganz überzeugt, daß das Konſiſto⸗