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gezählt,“ verſetzte Richard lachend,„daß ich nicht weiß, welche ich noch hinzulegen könnte, außer etwa je Reichthum.“
„Darauf nehme ich am wenigſten, Rückſicht; mit dem Gelde der Tante bedarf ich deſſen nicht.“
„Und dann beſitzt er auch Anſehen in der Welt; Geburt und Reichthum geben ja Anſehen.“
Aber dieß Anſehen hilft ihm auch nicht viel bei mir. Ich will bei meiner Wahl nicht die Welt um Rath fragen.“
„Und dann liebt er Dich— das dürfte doch wohl das Erſte von Allem ſeyn?“
Das war ein guter, ein ſchöner Schlußſatz, mein beſter Richard; denn bei einer Verheirathung iſt es im⸗ mer ſehr hübſch, wenn wenigſtens ein Theil liebt, damit das erwartete Paradies nicht gar zu liebearm wird. Ein ſolcher kleiner Funken iſt quch ſehr nothwendig, um eine mittlere Temperatur zu verbreiten; man könnte ſonſt befürchten müſſen, vor Kälte zu ſterben. Wenn wir daher die Eigenſchaften des Graſen in ſeiner Erſcheinung als Werber ſummiren, ſo iſt das Reſultat, daß er eine nicht zu verachtende Partie iſt. Aber, Scherz bei Seite, Richard“— und Iſabellens Ton wurde plötzlich ernſt— „Graf Pontus von M-— iſt kein Mann, bei deſſen Hul⸗ digung ein Weib ganz gleichgültig ſeyn könnte. Ich“... ſie zögerte— ihre Augen ſchienen in Richards innerſte Gedanken dringen zu wollen—„ich gebe ihm keinen Korb, ohne mich vorher wohl zu beſinnen.“ 2
In Richards Geſicht bewegte ſich keine Muskel, die eine ſtärkere Bewegung bewieſen haͤtte. Sein Auge war ruhig, ſeine Stirne klar, als er antwortete:
„Das wundert mich nicht, Iſabelle! Er verdient wohl, daß Du ſeine Liebe in Erwägung ziehſt. Und für Dich kann ich mir kaum eine paſſendere Partie denken. Sein Weſen iſt zugleich ernſt und liebenswürdig; und da Du keine Grillen, noch übertriebene Anſprüche auf


