Teil eines Werkes 
1.-4. Theil (1844)
Entstehung
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mir kein Gewiſſen daraus, außen zu ſitzen und Alles mit anzuhören..

Und das ſagſt Du ſo ruhig? Nun, ich will Dein Vertrauen erwiedern: wiſſe denn, ich beſinne mich eben, ob ich den Antrag des Grafen von M annehmen ſoll.

Wenn er nämlich einen gemacht hat, meinſt Du?

Wie kannſt Du wiſſen, mein Vetter, ob das nicht ſchon geſchehen iſt? fragte Iſabelle und betrachtete ihn mit einem etwas höhniſchen Trotze; aber unter der hei⸗ tern Oberfläche lag dennoch ein forſchender Blick ver⸗ borgen.

Richards oſſenes Auge ſcheute vor dem doppelten Späher nicht zurück, und in demſelben freien und hei⸗ tern Tone gab er zur Antwork:Ach, wie gerne doch die Frauenzimmer mit ihren Eroberungen prahlen! Er hat beſtimmt noch nicht um Dich angehalten.

Nun wohl, ich muß geſtehen, daß er es noch nicht gethan hat; aber er wird es gewiß thun, und ich beſinne mich zum voraus. Schiebe den Schemel näher her, Richard! Ich danke Dir. Wenn Du jetzt artig biſt, ſo ſollſt Du das kleine Kiſſen nehmen und mir unter den Kopf legen dürfen. Ja, ja, ich glaube, ein Vetter hat ſeine gewiſſe Vorrechte! Sehr gut! Sol jetzt iſt es genug gezogen und geglättet, mein Herr! Setze Dich nun auf das Tabouret mir gegenüber, und ſage mir Deine aufrichtige Meinung über Graf M, aber ver⸗ nünftig, verſteht ſich! Wir wollen ein ordentliches Kon⸗ ſilium halten.

Er iſt im Grund ein braver Mann, und das iſt die Hauptſache. 3

Da haſt Du recht, und darauf ſehe ich auch am meiſten. Er ſieht auch recht ordentlich aus. Man kann bei nahe ſagen, er iſt hübſch; und ein gewandtes und gefälliges Benehmen beſitzt er auch. 3

Du haſt jetzt ſelbſt ſchon ſo viele Verdienſte auf⸗

gezählt, welche i

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