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und ſeine Geburt ihn zu einer der wünſchenswertheſten Parthien machen.“
„Ich fürchte, ich gefalle ihm ſchon zu ſehr!“ ent⸗
gegnete Iſabelle lachend.
„Das wäre ein halbes Wunderwerk! Ich für meine Perſon könnte mich nicht in ein Mädchen verlieben, das ſich nicht einmal wegen mir ankleidet!“
„Ich hoffe, der Graf macht keine ſo große An⸗ ſprüche auf Artigkeit.“
„Aber er könnte ſie machen; und dieſer Mangel an Aufmerkſamkeit von Deiner Seite wird wahrſcheinlich zur Folge haben, daß er ſich wieder zurückzieht.“
„Nun, es iſt ja immer gut, Papa, wenn unſer Spiel ſo ſteht, daß wir uns mit Ehre zurückziehen können— es wäre übrigens kein ſo entſetzliches Unglück!“
„So, ſo, es wäre kein Unglück? Höre, mein Iſa⸗ bellchen, Du würdeſt mich in der That verbinden, wenn Du mir ſagen wollteſt, ob Du nicht glaubſt, daß ein Graf, ein Mann, der mehrere Jahre lang rühmlich bei der Geſandtſchaft am kaiſerlichen ruſſiſchen Hofe diente, ein Ritter des Schwerdt⸗Ordens und des St. Annen⸗Or⸗ dens zweiter Klaſſe, ein Mann, der überdieß ein bedeu⸗ tendes Vermögen, einen hohen Rang, den beſten Ruf und einen in der Geſellſchaft geachteten Namen beſitzt— daß er, ſage ich, der hohen Gnade würdig wäre, Dich als Gattin heimführen zu dürfen?“
„Ohne Zweifel wüͤrde ein Mann von nur halb ſo viel Verdienſten, als Papä eben aufzählte, dieſer Ehre hinlänglich werth ſeyn; es handelt ſich jetzt nur noch um zwei Dinge: erſtens ob ich ihn lieben kann, und zwei⸗ tens, ob ich mich überhaupt je zu vermählen gedenke.“
Der Oberſt, der die Kunſt beſaß, auf gar mancher⸗ lei Arten lächeln zu können, legte jetzt eine ſtechende Zweideutigkeit in ſein Lächeln.„Alle Mädchen,“ ſagte er,„wollen heirathen, das iſt ein ſo ausgemachtes Ding,
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