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daß ſie dem Oberſten dadurch einen heimlichen Wink gab, er möge keine Frage thun, bis ſie drinnen wären.
„Nun, wo ſoll es denn hin?“ fragte der Oberſt auf's Neue, als ſie in ſeine Zimmer gekommen waren.
„Ach, mein Freund, ich bin bekümmert, ſehr, ſehr bekümmert!“ ſprach die Baronin.„Aber ich verſichere Dich, daß es mir unmöglich war, die Sache zu hinter⸗ treiben; er ſchickt es als Geſchenk in das Meßnerhaus!“
„Nun, der Plunder iſt nichts Beſſeres werth!“ ſagte der Oberſt ſehr kalt. Er that, als begreife er die Unruhe der Frau nicht, als ſähe er das nur wie einen Akt der Gutmüthigkeit von Klas Malchus' Seite an. Eigentlich war es dem Oberſten vor der Hand nicht ſehr daran ge⸗ legen, irgend einen Wortwechſel mit ſeinem Sohne zu haben. Da er überdieß überzeugt war, daß ſich der Ge⸗ ſichtskreis ſeiner Frau nicht ſonderlich weit erſtrecke, ließ er ſie ſich verwundern, ſo viel ſie beliebte.
Indeſſen war der Oberſt durchaus nicht ohne Sorgen bei dieſer Sache, im Gegentheil, er hielt dieſen Schritt von Klas Malchus für eine Art öffentliches Anerkennen ſeiner Bekanntſchaft mit der kleinen Marie; und ſchon die Vermuthung, daß der Sohn über ſeine Gefühle in's Klare gekommen ſey, war ein unnennbarer Schmerz für den ſtolzen Vater. Die Abſendung des Pianos war gleichwohl keine nothwendige Folge hievon, denn dieß konnte er dem Mädchen recht wohl ſchenken; und um der Sache ein Geſicht zu geben, als billige er ſie ſehr, ging der Oberſt ſelbſt in den Hof hinaus und befahl den Knechten ein ſorgſames Fahren an. Dieß bewirkte, daß Alle glaubten, der Oberſt und die Baronin, und nicht Baron Klas ſchicken das Inſtrument.
Als Mutter Chriſtine ein Paar Stunden ſpäter im großen Sonntagsornat der gnädigen Herrſchaft ihre Auf⸗ wartung machte, wollte es kein Ende nehmen mit zier⸗ lichen Verneigungen und weitſchweifigen Artigkeiten.
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