Teil eines Werkes 
1.-4. Theil (1844)
Entstehung
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Endlich ſchöpfte er im Hofe Athem, als eine Perſon haſtig wie eine Windsbraut, an ihm vorüber rauſchte und den Weg nach dem linken Flügel einſchlug. Dieſe Perſon war Niemand anders als Baron Klas, der in demſelben Augenblick von dem mißlungenen Zuſammen⸗ treffen im Spiegelzimmer zurückkehrte. Obſchon im höchſten Grade aufgeregt, meinte Klas Malchus doch in der fortſchleichenden Geſtalt den Stallmeiſter zu erken⸗ nen; und jetzt ſchnell in einen neuen Ideenkreis gewor⸗ fen, fühlte er ſein Blut, das ſchon vorher in genugſa⸗ mer Aufwallung war, vom wilden Feuer der Eiferſucht kochen.

Wo will er wohl anders hin, als zu ihr zu Marie? Neue ſeltſame Qualen begannen jetzt in der ſonſt ſo ruhigen Bruſt des Barons zu wüthen.Ich muß ihm nach, ich muß ſehen, was er wagt! Dieß war ſein einziger vollkommen klarer Gedanke. Er er⸗ innerte ſich jetzt, daß Günthers nicht bei Tiſche und die erdichtete Krankheit folglich nur eine Lüge geweſen war, um ein Vorhaben zu verbergen, das der Finſterniß be⸗ durfte.

Klas Malchus hatte Beſinnung genug, um dem Stallmeiſter einen nothwendigen Vorſprung zu laſſen; und dieſer, der ſeinen Nebenbuhler durchaus nicht er⸗ kannt hatte, da er nur einen langſamen Gang an ihm gewöhnt war, eilte nach dem Hinterhofe, wo er ſo glück⸗ lich war, das Pferd zu erhalten. Er warf ſich Hals über Kopf in den Sattel und flog mit einer Schnellig⸗ keit davon, die, wenn es heller Tag geweſen wäre, mancher Dame Herz zu Gunſten des Ritters geſtimmt haben würde.

Baron Klas kam jetzt nach dem Stallgebäude. Er glaubte nicht, daß es der Stallmeiſter gewagt haben würde, ein Pferd zu verlangen; aber bald merkte er an dem raſchen Hufſchlag, der, ſo peinlich für ſeine Unge⸗