ſich dahin, hatte jedoch die Vorſicht, ſeine Frau zu Hauſe zu laſſen, für den Fall, daß man ſich nicht bewogen ſinden würde, den Umgang fortzuſetzen.
Das Diner war glänzend, die Weine ausgeſucht; nichts aber übertraf die prahlende Pracht in dem Salone und den bei den kleineren Wohnzimmern. Jedes Möbel glänzte vor Neuheit; der ſeidene Ueberzug war von der feſteſten Gattung— und das Roßhaar in einem ſolchen Ueberfluß vorhanden, daß der Sopha wogte wie bei hoher See. Ein paar der vornehmſten Damen fühlten eine lei⸗ Anwandlung von Seekrankheit, als ſie ſich darauf etzten.—
„Das iſt ſehr ſchön,“ ſagte der Oberſt zu einem Bekannten.
„Ja, meiner Seel',“ erwiederte dieſer,„es iſt wahr⸗ haft königlich dafür, daß wir bei einem Metzger ſind.“
„Metzger,“ wiederholte der Oberſt,„iſt er denn nicht Rittmeiſter bei... Ich erinnere mich jetzt, daß ich den Namen des Regiments nicht gehört habe.“
„Bei der Stockholmer Bürgergarde,“ lächelte der Andere.—„Metzger und Stadtrittmeiſter!“
Es war, als ob der Oberſt ein Duſchbad auf den Rücken bekäme; aber natürlich ließ ſich der feine Mann nichts anmerken. Beim Abſchied wartete die Frau vom Hauſe vergebens darauf, unter dem Schwall ſeiner Ar⸗ tigkeiten etwas zu hören, was einer Einladung zu ei⸗ nem Beſuche oder dem geringſten Wunſche einer ferne⸗ ren Bekanntſchaft gleich geſehen hätte. Daraus wurde nichts! der Oberſt ſprach von allem Anderen, nur nicht von dieſem, und ſobald er im Wagen ſaß, war ſein er⸗ ſter Gedanke der:„Wie ſoll ich jetzt Tyringsholm mö⸗ bliren?“.
Zu allem Glück, obſchon der Oberſt es gewiß nicht für ſehr glücklich anſah, ging Jahr auf Jahr dahin, ohne daß ſein Erfindungsgeiſt auf eine ernſte Probe geſetzt wurde. Zwar bekam der alte Baron jeden Herbſt und jedes Frühjahr einen Anfall von der Gicht; aber
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