Teil eines Werkes 
1.-4. Theil (1844)
Entstehung
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hatte, offenbar etwas vor Freude gezittert hatte:Die glückliche Niederkunft meines geliebten Weibes mit einem wohlgeſtalten Sohn und ſo weiter.

Der Baron faltete ſeine Hände: Sein wärmſter, höchſter und ſeligſter Wunſch war erfüllt; und am fol⸗ genden Abend ſprangen unzählige Weinbouteillen und ein ganzes Faß Bier vor den zuſammenberufenen Guts⸗ unterthanen, welchem unter lautem Jubel des Majorats⸗ erben Ankunft auf der Welt feierten.

Aber auf wie ſchwankenden Füßen ſteht nicht die menſchliche Freude! Nun hätte man meinen ſollen, nichts ſei gewiſſer, als daß der junge Klas Richard L der ſei, für den er gehalten wurde, nämlich der Majo⸗ ratsherr und Erbe des großen Tyringsholm; aber bald fand man, daß man ſich vollkommen geirrt habe. Acht Tage ſpäter wurde dem Baron ein zweiter Brief von ſeinem zweiten Schwiegerſohn, dem Rittmeiſter, einge⸗ händigt, worin dieſer auf gleiche Weiſe die Niederkunft ſeines Weibes meldete, wobei nur noch der kleine Um⸗ ſtand hinzukam, daß Baron Klas Malchus gerade acht Stunden und fünfzehn Minuten vor ſeinem Vetter das Licht der Welt erblickt hatte. Ein längerer Poſtgang und eine Verzögerung unterwegs hatten wahrſcheinlich die ſpä⸗ tere Ankunft des Briefes verurſacht.

Was war jetzt zu thun? Die Sache ließ ſich nicht ändern, und der Inſpektor erhielt deßhalb den Befehl, aufs Neue alle Gutsunterthanen zuſammen zu berufen und ein neues Bierfaß aufzuſchlagen. Aber wie dieß nun ſein mag, ob ſie ſich beim erſten Mal heiſer gehur⸗ raht hatten, oder ob ſie in den Zügen des alten Herren vergebens den belebenden Geiſt ſuchten, der ſie das letzte Mal befeuert hatte, die Freude war bei dieſem Gaſtmahle ziemlich ſtille, und nachdem ſie, um doch einer Sache Ehre anzuthun, beſt möglichſt gegeſſen und getrunken hatten, gingen ſie nach Hauſe, wo ſie offen mit den Ihrigen ihr ziemlich lautes Mißvergnügen darüber aus⸗ ſprechen konnten, daß der hochfahrende Rittmeiſter dem