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gerade dieſer Umſtand, was manche Stunde in dem ſonſt ruhigen und ſorgenvollen Leben des Barons verdunkelte. Er fühlte mit einer Art Gewiſſensvorwurf, daß er die heitere, lebensfrohe Ebba vorzog, und der ſtilleren, zärt⸗ licheren und gefühlvolleren Eugenie einen weit geringe⸗ ren Antheil an ſeiner Liebe ſchenkte. Aber da er fürch⸗ tete, dieſe Partheilichkeit könnte irgendwo hervorleuchten, ſo waren ſeine Worte gegen Eugenie oft zärtlicher; und wahrſcheinlich vermochte ihn dieſer Umſtand, die Hochzeit ſeiner Tochter an demſelben Tage zu feiern, obſchon Ebba länger mit dem Kapitän L— verlobt geweſen war, als Eugenie mit dem damaligen Rittmeiſter Baron&— und die Hochzeit der erſtern in der That ein Jahr vorher be⸗ ſprochen worden war.
Die doppelte Feierlichkeit in Tyringsholm wurde mit großer Pracht begangen; und da keiner von den Schwiegerſöhnen Vermögen beſaß— die Liebe hatte Ebbas und Eugenies Wahl geleitet— ſo war Jeder⸗ mann darauf begierig, welche von den beiden Familien wohl künftig das prächtige Tyringsholm in Beſitz neh⸗ men würde. Man glaubte, daß der ſchon ſechzigjährige kränkliche Baron nicht beſonders lange leben könne, und im Fall ſeines Todes die Eltern des minderjährigen Majoratserben ſich natürlich auf dem Gute niederlaſſen würden. Alle guten Wünſche fielen indeſſen zu Gunſten des Kapitäns L—. Der einfache, herzliche und gehalt⸗ volle Mann hatte weit mehr Liebe und Anſehen in der Gegend gewonnen, als der Baron von—, deſſen hochfahrender Ton und Sinn ſtets aus ſeiner feinen Artigkeit hervorſchaute. Nicht einmal ſein jugendlich ſchönes Aeußeres und ſeine berühmte römiſch⸗ riechiſche Naſe hatte etwas geholfen. Die Leute hatten durchaus keinen Geſchmack.
Aber wenn der Rittmeiſter in der Umgegend weni⸗ ger geliebt war, ſo war er es deſto mehr von ſeiner jun⸗ gen Frau, die in ihm einen Gott ſah, deſſen Launen ihr nur als die liebenswürdigſten und entzückendſten Ein⸗


