Teil eines Werkes 
1.-4. Theil (1844)
Entstehung
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Als die Baronin Eugenie ſich allein ſah, ſank ſie ermattet auf den Sopha nieder, neben dem ſie die ganze Zeit über geſtanden war; und wenn man die Troſtloſig⸗ keit, die Angſt ſah, die ſich in ihrem ganzen Geſichte und Weſen abſpiegelte, wenn ſie die feinen Hände zu⸗ ſammenpreßte, ſo fühlte man ſich verſucht zu fragen, ob ihre Bruſt nicht einen noch bitterern Schmerz als die Furcht vor dem Tode eines geliebten Vaters bewahrte. Es war nicht nur Kummer, was in ihren Zügen lag, es war die bleiche ſtumme Verzweiflung, die ſie offenbar in der Gegenwart ihres Gatten nicht zu zeigen gewagt hatte.

Zweites Kapitel.

Das Fideicommiß Tyringsholm hatte mit den dazu gehörigen Höfen und geringeren Weilern länger als ein Jahrhundert der Familie E brand angehört. Der jetzige Beſitzer, ein beinahe achtzigjähriger Greis, beſaß keine männliche Erben, und da ſich auch in den entfern⸗ teren Zweigen der Familie keine ſolche vorfanden, ſo ſollte das große Fideicommiß auf den Erſtgebornen von den Enkeln des Barons E brand kommen, auf den dann auch der Name übergehen ſollte.

Der Baron hatte in ſeiner Ehe zwei Töchter, Ebba und Eugenie. Bei ihrer Güte, Liebenswürdigkeit und Schönheit fehlte es ihnen nicht an Anbetern, beſonders da es nur der Zukunft vorbehalten war, das wichtige Räthſel zu löſen, wer von ihnen dem künftigen Majo⸗ rathsherrn, dem Erben eines Vermögens, das unter der Pflege des letzten ſparſamen Barons noch immer ange⸗ wachſen war, das Leben geben ſollte.

Man glaubte allgemein, daß Baron E brand ſeine zwei Töchter in gleich hohem Grade liebte; auch konnte man nie bemerken, daß ſein Vaterherz für die eine oder für die andere wärmer geklopft hätte. Indeſſen war es

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