Teil eines Werkes 
1.-4. Theil (1844)
Entstehung
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Das glaube ich wohl, und ich finde dieſen Wunſch vollkommen in Ordnung; allein dennoch muß ich mich dagegen ſetzen. Und Du ſelbſt, meine liebe Eugenie, ſollteſt einſehen, daß Deine Kräfte keine große Erſchüt⸗ terungen dulden. Du biſt es in der That nicht im Stande.

Malchus! rief die Baronin, und ihre heftig flie⸗ ßenden Thränen bezeugten, daß ſie ihren Schmerz nicht länger in der engen Schale der Konvenienz verſchließen konnte jener Schale, die der Oberſt ſogar in dem ſogenannten vertraulichſten Alltagsleben nicht gerne zer⸗ brochen ſahMalchus, ich halte es nicht länger aus verweigere mir nicht, Du kannſt mir ja nicht ver⸗ weigern, daß ich meinen Vater ſehe und auf ſeinem Sterbebette von ihm Abſchied nehme!

Eugen'chen, erwiederte der Oberſt mit jener kalt⸗ blütigen Ruhe, die das fühlende Weib ſchon ſo oft zur Verzweiflung gebracht hatte,es ſchmerzt mich unend⸗ lich, Dich in dieſer Lage zu ſehen! Aber gerade Deine übertriebene Gereiztheit beſtärkt mich in dem Entſchluſſe, Dich nicht fortzulaſſen. Deine Geſundheit, meine Theure, liegt mir mehr am Herzen, als daß ich es tolldreiſt wa⸗ gen ſollte, ſie vollkommen gebrochen zu ſehen, und das würde ſie gewiß, wenn ich Dir Deinen Wunſch erfüllte einen Wunſch, den ich übrigens vollkommen billige, denn er iſt eben ſo ſchön als natürlich an einer zärtli⸗ chen Tochter.

Er iſt ſchön und natürlich, Du billigſt ihn voll⸗ kommen, und dennoch weigerſt Du Dich wie bitter kannſt Du ſeyn, Malchus!

Ich verzeihe Dir Deine Ungerechtigkeit, Eugenie: Ein Mann darf ſeinem Weibe einen übereilten Ausdruck nicht ſo genau nachrechnen. Ich bin überzeugt, bei beſ⸗ ſerer Beſinnung wirſt Du dieß nicht nur billigen, ſon⸗ dern mir ſogar für meine Zärtlichkeit danken.

Die Baronin ſchüttelte zweifelnd den Kopſ.

Haſt Du mir noch ſonſt Etwas zu ſagen, meine

Dich w fortlaſſe