Teil eines Werkes 
1.-4. Theil (1844)
Entstehung
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innigem Vergnügen eine Banknote von hundert Reichs⸗ thalern.

Vier Wochen ſpäter war der Vorhang in der Frau Björkman hinterem Zimmer verſchwunden, und alle ihre unzähligen Beſuche durften frei die Wände beſchauen, um voll unbefriedigter Neugierde jedes einzelne Möbel mit den Augen zu meſſen. Auf wie Vieles wurde ge⸗ rathen, wie Verſchiedenes vermuthet! Endlich blieb ihnen jedoch nichts übrig, als die Sache der Vergeſſenheit anheim zu geben; aber ehe es ſo weit kam, waren wenigſtens zwanzig Kaffeeviſiten der Reihe nach durch die Schwatzgeſellſchaft der Stadt gegangen. Die Frau Doktorin und die Frau Probſtin hatten jedoch noch nicht alle Hoffnung aufgegeben. Sie wußten ja, worauf ſie ſich verließen: Wenn ſie nur das Kirchenbuch bekommen könnten! Aber der Probſt war dießmal nicht zugänglicher geweſen als der Doktor, und zur Strafe dafür hatte ſich ſein Weib vorgenommen, um jeden Preis einen Blick in das allmächtige Buch zu thun. Einen Quer⸗ ſtrich in dieſer Rechnung machte jedoch die Erkrankung der Probſtin an einem ſchweren Fieber. Als ſie nach ihrer Wiedergeneſung zum erſten Mal ſeit vielen Wochen einen Beſuch von ihrer guten Freundin, der Frau Man⸗ ning, empfing, theilte ihr dieſe im Vertrauen mit und dieſes Vertrauen wurde aus guten Gründen bewahrt daß ſie jenen Plan während ihrer Krankheit ihrem Mann entdeckt habe, worauf der Probſt ſo ernſtlich böſe worden ſey, daß er ſich erſt nach vielen Bitten habe bewegen laſſen, die Sache vor dem Doktor zu ver⸗ ſchweigen.

Frau Manning, die vor dem bloßen Gedanken an den Auftritt, den ſie bei einer ſolchen Entdeckung von ihrem Manne zu befürchten haben würde, ſchauderte, ſprach von dieſer Zeit an nie mehr von dem geheimniß⸗ vollen Frauenzimmer hinter dem Vorhange, das in den⸗ ſelben Schatten gehüllt, erſchienen ünd verſchwunden