Teil eines Werkes 
1.-4. Theil (1844)
Entstehung
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Laden lorene der Le 7.

beſond der B ſelben

arme Frauen vom Adel nicht zu vergeſſen: denn, wenn dieſe einvon hatten, ſo hatten ſie etwas Reelleres die Frau Doktorin, ſagen wir, würde ſich eine Ewigkeit lang und vergebens das Gehirn mit der Frage zerbro⸗ chen haben, wer von den Frauen der guten Stadt An⸗ ſpruch darauf machen könnte: für nobler als ſie ſelbſt gehalten zu werden, wenn nicht die liſtge Madame We⸗ ſtergren durch die Bemerkung, daß vielleicht der Herr Doktor beſſer als irgend Jemand die Geſchichte erklären könnte, ihren Gedanken eine Richtung gegeben hätte, die ſie nur noch mehr verwirrte.

Die Geſchichte? wiederholte Frau Manning und beſaß Selbſtverläugnung genug, um die gewiſſe Belei⸗ digung, welche in der erſteren Nachricht lag, ganz zu vergeſſen, um mit um ſo ungetheilterer Aufmerkſamkeit auf die andere zu lauſchen.

Komme Sie herein liebe Madame Weſtergren, und nehme Sie ein wenig Liqueur. Die arme Perſond ſie läuft beſtändig umher, ohne daß Jemand daran denkt, daß ſie ſo gut wie irgend eine der Ruhe bedürfen kann. So, komme Sie herein komme Sie!

Madame Weſtergren, die ſicher war, daß ihr der Beſitz der Geſchichte mehrere Tage lang Einladungen zum Ausruhen ſowohl, als zum Eſſen und Trinken ver⸗ ſchaffen würde, folgte der Wirthin, ohne jedoch das ge⸗ wöhnliche Ceremoniel mit Komplimenten und Vernei⸗ gungen zu beobachten, das bei dergleichen Gelegenheiten üblich iſt. Frau Manning, die in dieſer Vernachläſſi⸗ gung nur eine erhöhte Wichtigkeit der Hauptſache ſah, beeilte ſich ſo ſchnell als möglich, während ſie den Li⸗ queur einſchenkte, ihrem getreuen Kommiſſionär zu er⸗ zählen, daß man es jetzt nächſtens nicht mehr mit den Abzügen aushalten könne, die ſich der Apotheker ſowohl in Beziehung auf die Qualität oder Quantität der ge⸗ wöhnlichen Neujahrspräſente erlaubte.Ich will nichts geſagt haben, ſetzte die würdige Frau hinzu, indem ſie die Flaſche und den Pfropfzieher eilig in den Schrank