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Die Familie im Thale : eine Erzählung / von Emilie Flygare-Carlén. Aus dem Schwed. übers. von C. F. Frisch
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ſelben Gegenſtand geführt, hatte auch das Geſpräch Rag⸗ nar's und Nanny's ſich um den jungen Helfer in der Noth, Nanny's Freund, gedreht... Und ſo fein hatte Ragnar den Zuſtand des Herzens ſeiner Schweſter ge⸗ prüft, daß er faſt eben ſo viel etfahren hatte, als früher Calle. Doch ſo ſehr auch Ragnar dem Verſtorbenen an Glauben und Vertrauen gleichen wollte, ſo fühlte er dennoch keinen höheren Muth, der Schweſter etwas Troſt⸗ reicheres zu ſagen, als den Umſtand, daß er nun Capitän geworden, könnte vielleicht das Eine mit dem Andern ausgleichen, und er wollte Alles auf der Welt thun, um Nanny glücklich zu ſehen.

O, das weiß ich ſehr wohl! hatte Nanny geantwor⸗ tet...Aber es gibt nur eine Art, das zu werden!

Nach dieſen Worten ſchwiegen Beide, und unter Schweigen nahten ſie der Heimath.

In ſeinem Eifer wäre Gottlieb beinahe in's Waſſer geſprungen, wo Ragnar ſein Netz heraufzog. Aber das entzückte Erſtaunen, das unſer junger Befehlshaber em⸗ pfand, da er Nanny in ihren jetzt ſo ſchön entwickelten Reizen ſah, zwang ihn doch, ihres Anblickes einige Mi⸗ nuten zu genießen, ehe er ſie aus der lieblichen Träumerei weckte, in welche ſie verſenkt zu ſein ſchien, während ſie mit dem Rudern inne hielt.

Und Nanny was ſollen wir von ihr ſagen, als ſie Gottlieb erkannte?

Ragnar's Anweſenheit ſchloß ihre verſchämten Lippen, doch ihre vor Freuden zuckende Bewegung, ihre erröthende Wange, ihre glänzenden Augen ſagten mehr als Worte.

Wir überſpringen Ragnar's und Gottlieb's erſtes Zuſammentreffen dieſes ſah eher aus, als wären ſie zwei Brüder geweſen und nicht zwei Unbekannte; ebenſo überſpringen wir die erſte Stunde ihrer gemeinſchaft⸗ lichen Freude und werfen nur noch einen letzten Blick auf die Quelle, die den beiden Liebenden noch ein grünes