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vor dem Stolze, daß er alſo dieſe„Präſent⸗ Geſchenke“ an Magda abgeben konnte.
„Ach, wer doch ſo beliebt wäre!“ ſagte Nanuy oft, indem ſie mit einem leichten Seufzer an den dachte, der es gelobt hatte, ſie ewig zu lieben, und deſſen Worten zu glauben, ihr ein Bedürfniß war.
Wie groß, wie befriedigend für Nanny war nicht auch das Glück, welches dieſer Glaube ſchuf, und wie wohlthuend wirkte er nicht auf ihr ganzes Weſen! Sie verſank nicht mehr wie früher in eine träumeriſche Un⸗ thätigkeit, ſondern ſie war hurtig, lebhaft, friſch und blühend— die welke Lilie war in eine ſchöne Roſe ver⸗ wandelt.
Magda und der Vater prieſen höchlich dieſe Verän⸗ derung, welche ſie nicht erwartet hatten, und welche ſie nicht anders deuten konnten, als daß Nanny vernünftiger war, als andere junge Mädchen.
Calle dagegen hatte ſeine eigenthümliche Schlauheit, und wenn Nanny zu äußern pflegte:„Ach, wer doch ſo beliebt wäre!“ ſo pflegte er zu antworten:„Du weißt recht gut, daß es Einen gibt, der auch Dir gut iſt— ſonſt würdeſt Du nicht ſo zwitſchern!“
Bei ſolchen Worten wurde Nanny roth wie Schar⸗ lach und flüſterte:
„Das darfſt Du nicht ſagen, wenn es Jemand hört!“
Calle nickte. Und eines Tages erfuhr er das ganze Geheimniß, denn Calle, der nicht lange mehr auf Erden leben konnte, mochte es gerne wiſſen. Es war für Nanny ein großes Bedürfniß, zu erfahren, ob außer ihr noch Jemand an Gottlieb's Gelübde glaubte.
„Und meinſt Du,“ ſo ſchloß ſie,„daß er zurück⸗ kommt?“
„So gewiß, wie ich die Johannisſonne nicht mehr zu ſehen bekomme, kannſt Du ihn erwarten! Es lag eine ſolche Treue in ſeinen Augen, daß er ſein Wort nicht bricht!“ 3 1
„Warum wählſt Du ein ſo unglückliches Gleichniß,
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