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Die Familie im Thale : eine Erzählung / von Emilie Flygare-Carlén. Aus dem Schwed. übers. von C. F. Frisch
Entstehung
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19. Calle.

Der Winter war dahin. Der kecke Steuermann Lönner hatte die Seinigen wieder verlaſſen und pflügte die ſalzige Woge.

Daheim im Thale wiegte ſich ſchon das junge Gras im Frühlingswinde. Die Kinder ließen ihre Rinden⸗ flotten auslaufen. Und in dem rothen Häuschen wirkte Jeder nach Kräften für das gemeinſame Beſte.

Aber Einer war da, der nicht wirken konnte und der ſo ſtill und freundlich in ſeinem Winkel ſaß dieſer war Calle.

Er hatte ſchon eine Zeit lang während des Winters zu Bette liegen müſſen, nun aber ſaß er in dem Lehn⸗ ſtuhle des Vaters, den dieſer ihm abgetreten hatte; und der Lehnſtuhl ſtand in der Ecke zwiſchen Magda's Webe⸗ ſtuhl und dem Zimmer des Vaters.

Sobald die Kinder nicht im Freien waren, ſaßen ſie auf dem Fußboden bei Calle, der noch immer Pfeifen ſchneiden, ihre Boote nach allen erlittenen Haverien von Neuem auftafeln und auch, obgleich nur mit leiſer Stimme, ſchöne Geſchichten von dem Nix, der Seefrau oder den bezauberten Prinzeſſinnen erzählen konnte.

Auch die Kinder der Nachbarſchaft kamen, um ihren alten Freund zu beſuchen und ſeine letzten Geſchichten zu hören, und Alle brachten ihre kleinen Geſchenke mit, welche die Mätter für Calle zubereitet hatten. Später⸗ hin kamen auch die Mütter ſelbſt mit ihren Geſchenken in großen Körben, denn es gab in der ganzen Umgegend keine einzige, der Calle nicht geholfen hatte, keine einzige, die ihn nicht hatte rufen laſſen, keine, die ihn nicht ge⸗ liebt hatte und wer ſollte ihn wohl jemals bei den Kindern erſetzen fkönnen? Man ſtellte wirkliche Wall⸗ fahrten an zu Calle, der ſtets ein ſchönes und dankbares Wort zu ſagen hatte. Auch war Call; nicht gefühllos