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lich da wie eine Statue. Er hatte aus ſeiner Jacke keinen Degen und keinen Dolch hervorgezogen, wohl aber eine Karbatſche von der ausgeſuchteſten Qualität.
Ohne das fürchterliche Ungewitter zu ahnen, das ſich üͤber ſeinem Haupte zuſammengezogen hatte, trat der Patron Fabian ein. Da er aber mit einem einzigen Blicke ſeine Frau in dieſer Stellung und mit dieſen Augen, ſowie den ſchrecklichen Steuermann Lönner, den Genius der Rache, in dem ehelichen Heiligthum erblickte, da taumelte er zurück auf die Thüre zu. Und hätten ihm nicht die Beine allen Dienſt verſagt, ſo würde er ſich auf die Flucht begeben haben; nun aber ſtand er feſtge⸗ nagelt, zur Erde geſchlagen von zwei Blicken.
Und dennoch war es jetzt, wenn jemals, Zeit, den Brutus zu ſpielen.
Was war es wohl, das dieſem ſchlauen Manne Anlaß gab, aus ſeiner Betäubung zu erwachen, wenn nicht der Beſuch, den Lucretia erhalten hatte? Es iſt wohl wahr, daß Frau Ulgenie nicht ſo beſchimpft worden war, und daß ſie auch keineswegs bereit zu ſein ſchien, gleich der Lucretia ihr Blut zu opfern, um die erlittene Beſchimpfung abzuwaſchen; auf jeden Fall waren jedoch die Umſtände ſcheinbar geeiguet, den Brutus zu wecken. Brutus aber ſchnarchte aus allen Kräften und würde Alles darum gegeben haben, wenn er nur den Anblick,
der ſich ſeinen Augen darbot, hätte träumen können.
„Feiger Verräther, der ſeine Eide gebrochen hat!“ donnerte Frau Ulgenie.„Du verſteckſt Dich, merke ich, wie Adam nach dem Sündenfalle— aber komme her⸗ vor... dieſe Lucifergeſtalt wird Dich lehren, daß Du nicht mehr im Paradieſe lebſt!“
„Steuermann Lönner!“ ſtotterte der Patron,„ich bin unſchuldig, ich bin ein unglücklicher Mann, und ich ſchwöre, niemals hat Frau Magda...“
Bei dieſem Worte fuhr die„Lucifergeſtalt“ zuſammen.
„Still! der Name meiner ehrlichen Gattin darf nicht über ſolche Lippen kommen— ſie bedarf keiner Entſchul⸗


