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„So zwinge Sie mich denn, rückwärts zu gehen, wit meine Magda es mit dem Patron machte— ſei Sie o gut!: 8„Wilder, dem alles Feingefühl fehlt— redet man ſo zu einer Dame, zu einer verzweifelten Gattin, welche über die Untreue ihres Gatten weint und wüthet?... O der Nichtswürdige, der Nichtswürdige! ich will ihn vernichten mit meinem Zorne!“
„Zuerſt komme ich!“
„Aha, ich verſtehe!... Nun wohl, das Maß meines Schickſals iſt gefüllt— ſo mag denn Blut fließen! Steuermann Lönner! Sie wollen alſo mit ihm duelliren?“
„Duelliren? Nein, behüte mich Gott! dieſe Art Ge⸗ ſchäfte abzumachen, überlaſſe ich vornehmen Leuten... ich habe eine andere Art, meine Geſchäfte abzuſchließen!“
„Welche Art?“
„O, die iſt ſehr einfach. Ich habe gedacht, es könnte einem Manne nichts Aergeres zuſtoßen, als wenn er in Gegenwart ſeiner Frau chikanirt wird, und daß es ſogar für einen feigen Jammerlappen keine ärgere Chikane gibdt, als... doch einerlei— der Patron weiß wohl ſelbſt, was er fürchtet, da er jeden Tag abreist.“
Frau Ulrique⸗Eugenie ſchlug die Hände zuſammen. Jetzt hatte ſie den Schlüſſel zu der Veränderung ihres Mannes.
„Und da es unmöglich geweſen iſt,“ fuhr Ragnar fort,„ihn bei Tage zu treffen, ſo bin ich gekommen um an dieſem Orte und zu dieſer Zeit Rechenſchaft zu fordern.“
Kaum hatte der Steuermann Lönner ausgeredet, als ſich ſchwere, langſame Schritte näherten.
Gleich einer gereizten lauernden Tigerin, mit Augen, die vor Rache leuchteten, ſaß die Patronin im Bette, in ein großes rothes Tuch gehüllt, deſſen Scharlach bleich war, verglichen mit dem Scharlach, der auf ihrem Ge⸗ ſichte brannte. Sie ſchien bereit zu ſein, ſich auf ihren Raub zu ſtürzen.
Ragnar, welcher ſich erhoben hatte, ſtand unbeweg⸗
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