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„Und daß Sie ein Recht hätten, meinen Mann bei mir zu ſuchen?“
„Nun, man kann wirklich ſagen, daß Sie zu buch⸗ ſtabiren und zu leſen verſteht!“
„Das heißt... o, ich ſticke, ich ſticke!... Sie haben eine Forderung an meinen Mann?“
„Nein, er hat eine ſolche an mich, und dieſe will ich ihm ehrlich mit Kapital und Zinſen bezahlen!“
„O, der Barbar, der Heuchler iſt mir untreu ge⸗ weſen?“
„Ja, im Herzen und in Gedanken, das iſt gewiß.
Uebrigens aber iſt meine Frau nicht von der Art, die
zu ſchreien oder nach dem Glockenzuge zu greifen braucht; ſie hält ſich ohne ſo viel Weſen in Reſpect.“
„Und denkt Er denn, niedriger Menſch, daß ich das nicht thue?“
„Ich weiß nicht, was Sie thun würde, wenn Sie ſähe, daß ein Mann um dieſe Zeit zum Fenſter herein⸗ geſtiegen käme und Sie zur Untreue zu verleiten ſuchte gegen das Verſprechen, einen alten Vater aus dem Ge⸗ fängniſſe zu ſchaffen— ich weiß nur, daß hier keine Gefahr geweſen iſt.“
„Er iſt alſo der Steuermann Lönner?“
„Richtig gerathen!“ 3
„Und wegen der elenden Reize Seiner Frau ſollte mein Mann?2...“
„Was nun?— elende Reize? Nun, der Leucht⸗ thurm dort iſt zwar nicht ſehr klar, aber dennoch kann er mir den Weg zeigen, daß ich ſehe, ich habe vor mir gleichſam eine holländiſche Kuffe, und dieſe ſo ohne allen Geſchmack getakelt, daß ich lieber jeden Segellappen hiſſen würde, um in Lee zu kommen, als ſie unter meinen Convoi zu nehmen.“
„Ich verſtehe Sein Rothwälſch nicht, mein guter Mann, daß Er aber ein unwiſſendes und ungebildetes Geſchöpf iſt, das iſt klar, und ich befehle Ihm, mich augen⸗ blicklich zu verlaſſen.“


