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„Aber, Menſch, was iſt dieß für ein Hin⸗ und Herflattern? Haſt Du den Koller bekommen? Soll ich hier immer allein ſitzen?“
„Ach, meine Liebe, Du weißt wohl, daß man ſeine Geſchäfte betreiben muß!“
„Ich weiß, daß Du noch vor kurzer Zeit mit ge⸗ nauer Noth Dich ſelbſt treiben konnteſt! Es hängt nim⸗ mermehr richtig zuſammen, daß Du ſo Deine Natur veränderſt!“
„Geliebte Ulgenie, Du weißt, daß ich Deine Ueber⸗ legenheit, Alles zu beurtheilen, kenne— heute aber muß ich nach Rörby auf die Auetion reiſen— dort werden echte ſpaniſche Schafe verkauft.“
„Nun, das wäre wirklich ein ordentliches Geſchäft. So reiſe denn, komm aber nicht zu ſyät nach Hauſe!“
„Ich hoffe vor elf Uhr hier zu ſein, meine Liebe!“
Frau Ulrique⸗Eugenie reichte ihm ihre Hand zum Kuſſe; und nachdem der Patron mit dem ganzen Ueber⸗ reſte ſeiner verlegenen Galanterie dieſelbe an ſeine Lip⸗ pen geführt hatte, wendete er ſeiner Ehehälfte eilfertig den Rücken zu.
Den ganzen Tag konnte die Patronin nicht davon
abkommen, ſich über die Veränderung ihres Mannes
zu verwundern, und hätte ſie es nicht für eine reine Unmöglichkeit gehalten, daß er es wagen könnte, auf unerlaubtem Wege zu wandern, ſo hätte ſie ſich leicht einbilden können, er hätte irgend ein Frauenzimmer geſehen, das ſie ſelbſt nicht kannte.
Doch unter allen ihren Bekannten in der ganzen Umgegend gab es ja keine Einzige, die Fabian nicht wenigſtens zwanzig Mal geſehen hatte, und bei jeder angeſtellten Prüfung hatte es ſich immer gezeigt, daß ſolches ohne Gefahr geſchehen war.
Nachdem ſie dieſes ihrem Gedächtniß eingeſchärft
hatte, beruhigte ſich unſere Patronin. Und nachdem
ſie den Tag mit allerlei kleinen häuslichen und mütter⸗ lichen Zerſtreuungen hingebracht hatte, ging ſie früh


