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Die Familie im Thale : eine Erzählung / von Emilie Flygare-Carlén. Aus dem Schwed. übers. von C. F. Frisch
Entstehung
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in Zeichen alle Jahre

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den können, da er gewiß niemals einen halben Gedan⸗ ken gehabt hat, Dich oder mich zu beleidigen?“

„Nein, niemals! Wenn ich ihm in dieſem Som⸗ mer einige Blumen in den Topf ſetzte, ſo war dieß alles Gute, das er kannte, ſo wie es jetzt ſein höchſtes Glück iſt, wenn ich ihm ſein Bett zurecht mache, ihm zu trinken gebe und ihm bisweilen ein kleines Lied vorfinge oder ein Kapitel aus der Bibel vorleſe.“

„Herr Gott, eine ſolche Liebe iſt nur eine ſchöne Roſe, an der man riecht, unn das Gemüth zu erfriſchen. Er mag auch gerne ſeine Liebe in Frieden behalten! Sie wird ihn erfreuen in ſeiner letzten Stunde— und ich will in ſeiner Gegenwart nie wieder einmal Deine Hand nehmen.“

„Wie gut Du biſt! Und ich darf alſo ganz ſo ſein, wie ich geweſen bin?“ Bei dieſen Worten ſtrich Magda eine Thräne aus den langen Wimpern, und ehe Rag⸗ nar antworten konnte, fuhr ſie fort:„Du magſt Dich auf mich verlaſſen, ich weiß, was ich thue, ich will nur, daß er ein kleines Glück auf Erden fühlen ſoll, er ſteht ja ſonſt ſo allein da!“

„Thue ganz ſo wie Du willſt und beliebſt, mein Herz! Du weißt, daß ich zu Dir eine Zuverſicht habe, wie zu meiner eigenen Seele. Wenn ich aber mild bin gegen Calle, der mir kein Unrecht will, wenigſtens nicht mit Wiſſen und Willen, ſo bin ich nicht ſo nach⸗ ſichtig gegen den, der auf jede Weiſe unrecht handeln will!“ Aus dieſer Einleitung ſah Magda wohl, daß ſie mit Allem heraus mußte. Und es kam auch Alles heraus.

Aber ſie erſchrack dabei mehr über Ragnar's Schwei⸗ en, als der Fall geweſen wäre, wenn er aufgebraust hätte, denn wurde Nagnar böſe, ſo hatte er eine Art 3 ſhdeigen, die tauſendmal beredter war, als alle

uth. „Ach ſo, er kam zum Fenſter herein, um Dich