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Die Familie im Thale : eine Erzählung / von Emilie Flygare-Carlén. Aus dem Schwed. übers. von C. F. Frisch
Entstehung
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küßt!.. Iſt das nicht wahr, Magda?— Du weißt wohl noch, wie ich war, als der Patron Dir einen Kuß abkaufen wollte?“

„Was in Gottes Namen plaudert er da für Wahn⸗ finn? Ich glaube, das Gehirn hat bei dem Jungen einen Leck bekommen!... Einen Kuß von Magda kaufen!... Armer Calle!“

„Lüge ich, Magda? Antworte Du!“

„Ach, Jeſus im Himmel, wie Du eine Sache er⸗ zählſt, Calle! Du hätteſt doch wohl erſt ſagen ſollen, wie es kam, und...“

Magda wurde roth und blaß und konnte in der Eile ſelbſt nicht das rechte Wott finden.

„Kann es denn aber wahr ſein?“eſiel Ragnar ein, und ſeine Augen begannen auf eine ſichtbare Weiſe zu funkeln.

Magda hatte jetzt ihre Faſſung wieder erhalten, und erzählte ungekünſtelt das ganze Ereigniß.

Als ſie geendigt hatte, verblieb Ragnar einige Minuten ſtumm. Darauf ſagte er ohne ſichtbare Be⸗ wegung:.

„Jetzt bin ich um ſo mehr überzeugt, daß dieſer ... dieſer... gleich viel!... daß der Patron bei dem Unglücke des Vaters ſeine Hand mit im Spiele gehabt hat.“

„Ja, ſo ſicher,“ antwortete der Greis ablenkend,

als daß der junge Mann, von dem wir eben redeten, ganz allein meine Befreiung auswirkte! Ich wünſchte, Du hätteſt Herrn Gottlieb kennen gelernt— das war ein ehrenwerther Jüngling!“

„Das will ich ihm auch in dem Briefe ſagen, den ich ſchreibe... Wenn er nur nicht ebenfalls einen Nebengedanken hatte!“

„Wenigſtens keinen auf mich!“ entgegnete Magda, und ließ einen ſchelmiſchen Blick auf Nanny fallen.

„Oho, da ſehe man nur!... Nun, Nanny iſt ſo groß und hübſch geworden, daß ſie das Beſehen ſchon

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