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Die Familie im Thale : eine Erzählung / von Emilie Flygare-Carlén. Aus dem Schwed. übers. von C. F. Frisch
Entstehung
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auf dem Sopha zuſammengekauert lag und Diejenigen anblickte, welche geſund und froh waren.

Der arme Calle— von Tag zu Tag welkte er immer mehr dahin, und immer feſter wurde ſein Glaube an die Prophezeiung der Stimme.

Als Ragnar ihm die Hand reichte, antwortete er nur ein kurzes:„Dank!“

„Wie heiß Du biſt— Du haſt ja ein förmliches Fieber!... Nun, ich gehe wohl in die Stadt und rede mit dem Doctor!“

Bei dieſem Vorſchlage begann Calle auf die alte Weiſe zu lachen.„Das lohnt ſich auch der Mühe!“ agte er. ſng„Gewiß thut es das, lieber Calle!“ meinte Magda, die ebenfalls in den dunkeln Winkel kam.„Ragnar hat Recht!“

„Ja, das hat er immer gehabt!“ meinte Calle mit einer gewiſſen, ihm ſonſt fremden Heftigkeit.„Du kannſt mir gerne zuwider handeln, wenn Du ihm nur zu Gefallen thuſt!“

„Was nun, Calle? Haſt Du nicht Deinen Bruder lieb?“ fragte Ragnar, und in demſelben Augenblicke wechſelte er behende und, wie er glaubte, unbemerkt einen Kuß mit ſeiner Frau: der hurtige Seemann war im Allgemeinen etwas ſcheu, Andere die Beweiſe ſehen zu laſſen, wie verliebt er noch immer war.

„Habt Ihr denn nicht das ganze Zimmer zum Küſſen?“ fragte Calle ärgerlich.„Ich mag's nicht ſehen, daß Ihr Euch gerade vor mich ſtellt!“

„Vielleicht biſt Du mißgünſtig?“ ftel Ragnar lachend ein: er hatte Calle's Aeußerung nicht näher bedacht.

Calle aber erhob ſich, blickte ſeinem Bruder ſtarr in das Geſicht und antwortete:

Ja!“

„Nun, warum denn das, Calle?“

„Weil ich nicht leiden kann, daß Jemand Magda 9*